Eine Workshopaufgabe managen

Eine Workshopaufgabe ist weitaus komplexer als eine normale Aufgabenstellung. Sie umfasst eine ganze Reihe von Schritten und Phasen. Dies sind:

  1. Die Beurteilung der Aufgabe sollte mehrere Beurteilungselemente umfassen. Diese machen die Bewertung wesentlich weniger willkürlich und geben den Teilnehmer/innen eine Grundlage für ihre Einschätzungen. Der Trainer/in hat die Aufgabe, die Prüfungselememte festzulegen und ein Bewertungsblatt bereitzustellen.

    Mit der Festlegung der Prüfungselememnte wird der Trainer/in normalerweise eine Reihe von Beispielarbeiten zur Verfügung stellen. Diese dienen den TeilnehmerInnen als Übungsbeispiel zur Abgabe einer Einschätzung (Bewertng), bevor sie ihre eigene Arbeit beginnen. Die Beispielarbeiten können aus früheren Prüfungen stammen. Die Einschätzungen werden vom Trainer/in bewertet, bevor die Teilnehmer/innen ihre Prüfungsaufgabe bearbeiten. Die Teilnehmer/innen sehen somit nicht nur Beispiellösungen, sondern auch Beispielbewertungen und gewinnen mehr klarheit über die Anforderungen.

    Die Beispielaufgaben sind eine Option. Es kann Prüfungssituationen geben in denen dieser Schritt nicht geeignet ist. Er kann dann einfach ausgelassen werden.

  2. Die Prüfung hat nun für die Teilnehmer/innnen begonnen. Wenn der Trainer/in eine Reihe von Beispielarbeiten bereitgestellt hat, werden die Teilnehmer/innen aufgefordert einige dieser Arbeit zu bewerten. Der Trainer/in benotet diese Bewertungen. Die Teilnehmer/innen müssen bei ihrer Bewertung erst einen zufriedenstellenden Standard erreichen, bevor sie ihre eigenen Arbeit beginnen. Wenn als "zufriedenstellender Standard" 40% festgelegt wurde, kann ein/e Teilnehmer/in ihre eigene Arbeit beginnen, wnen diese Quote ereicht wurde.

    Wenn der/die Teilnehmer/in eine eigenen Arbeit eingereicht hat, kann er Trainer/in diese bewerten (falls vorgesehen). Diese Bewertung kann in die Endbewertung einbezogen werden. Die Bewertung kann noch während der Bearbeitungszeit erstellt werden oder erst nach dem Abgabezeitpunkt für die Arbeiten.

    Wenn eine Teilnehmerbewertung in der Prüfung vorgesehen ist, erhalten Teilnehmer/innen ,die ihre eigene Arbeit abgeschlossen haben, die Arbeiten anderer Teilnemer/innen zur Bewertung einsehen. Nach ihrer Bewertung kann der bewertete Teilnehmer diese einsehen. Der Trainer/in kann wenn gewünscht auch diese Bewertung benoten und diese Note bei der Abschlussnote berücksichtigen.

  3. Nachdem der Abgabetermin verstrichen ist, startet de/dier Trainer/in die nächste Phase. Die weitere Abgabe von Arbeiten oder von Kommentaren durch die Teilnehmer/innen ist nun nicht mehr möglich. Die/der Trainer/in kann nun die Teilnehmer/innenbewertungen benoten. Dies ist jedoch nicht unbedingt erforderlich. Die "Bewertungsleistung" jeder/s Teilnehmers/in kann durch die vergebenen Punktewerte ermittelt werden. Die/der Trainer/in berechnet nun die Endnote für alle Teilnehmer/innen. Sie setzen sich normalerweise aus drei Teilen zusammen, die Bewertung des/der Trainers/in für die Arbeit des/der Teilnehmers/in, die mittlere Bewertung durch die Teilnehmer/innen für die Arbeit und die Leistung des Teilnehmers/in bei der Bewertung anderer Arbeiten. Diese drei Bewertungskriterien können von dem/der Trainer/in unterschiedlich gewichtet werden, um die Gesamtnote zu ermitteln.
  4. Die abschließende Phase der Prüfung besteht in der Freigabe der Noten zur Einsicht durch die Teilnehmer/innen. Die/der Trainer/in kann auch jetzt noch Veränderungen an den Bewertungen vornehmen und die Schlussnote neu berechnen.

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